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Der Weg aus dem kühlen Deutschland ins warme Haiti führt vom 27. Februrar bis 1. März über das vereiste Texas.

Wir trafen uns in Leipzig im Haupbahnhof: Andreas und Bertram aus dem Vogtland; Heinz, Heidrun und Michael aus dem Mansfelder Land. Unsere gemeinsame Anreise konnte starten: Mit dem Nachtzug nach Frankfurt zum Flughafen. Dort angekommen erfuhren wir, dass unser Flug 3 Stunden Verspätung hätte. Das Personal war sehr zuvorkommend und buchte unseren Anschlussflug gleich mit um, so dass es für unsere Ankunft in Haiti keine Auswirkung haben sollte.

Kanada

Die Flugroute führte über das verscheite Kanada, welches wunderschön zu sehen war (siehe Foto). Auch unser erster Umsteigeflughafen – Dallas in Texas – hatte noch Winter. Die Tageszeitung aus Dallas schrieb, dass an diesem Wochenende hunderte Flüge gestrichen worden waren. Leider gehörte unser Flug auch dazu. Also hieß es wieder: Flug umbuchen und warten, genauer gesagt übernachten. Es gab zwar Feldbetten – die der Flughafen zur Verfügung gestellt hatte – aber es war recht kalt, so dass an Schlafen kaum zu denken war.

Am Sonntag ging es schon vor 6 Uhr ins Flugzeug, was dann aber noch enteist werden musste. Bis Miami in Florida war die Verspätung für unseren Anschlussflug nach Port-au-Prince noch unkritisch. Das änderte sich, als für unser Flugzeug ein neues Gate gesucht werden musste. Damit war der Flieger nach Haiti weg.

Am Tag gehen drei Flüge von Miami nach Port-au-Prince – eigentlich wollten wir den ersten nehmen – jetzt wurden wir von der Fluggesellschaft vom zweiten auf den dritten umgebucht: Haiti, wir kommen! Wir wurden von einem Mitarbeiter von Radio Lumière abgeholt, der schon seit dem ersten Flieger gewartet hatte. Die Fahrt zum Quartier (4,5 h) – bei zunehmender Dunkelheit bis in die Nacht hinein – war recht abenteuerlich, insbesondere für die von uns, die noch nie in Haiti waren.

Nach über 50 Stunden auf den Beinen – mit insgesamt weniger als 5 Stunden Schlaf – kamen wir völlig übermüdet in Les Cayes in unserem Quartier an.