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Ein gerissener Keilriemen wird zum Problem in Haïti.

 Am Freitag konfrontierte uns Lhermon – der Mitarbeiter von Radio Lumière, der für uns den Pickup des Radios fährt – mit einem Keilriemen von dem sich nur noch einige Stücke im Motorraum befanden. Der Motor – ein Diesel – ließ sich noch starten, aber die Lichtmaschine war nun nicht mehr mit dem Motor verbunden. Der Lüfter hängt an einem anderen Keilriemen, der glücklicherweise unbeschädigt blieb.

 

turmUm keine Zeit für die Reparatur zu verbrauchen – die Werkstatt in City Lumière hatte noch geschlossen – fuhren wir trotzdem zum Morne Brieux. Lhermon wollte das Problem auf der Rückfahrt beheben lassen. Bis zum Feierabend konnten wir weitere Rohre montieren, so dass der Turm auf eine Höhe von 100 Fuß (ca. 30 m) gewachsen ist.

 

Am Samstag hatte es Lhermon noch nicht geschafft, einen Keilriemen aufzutreiben, also musste der Motor des Pickups beim Aufladen der Mastteile weiterlaufen, da Lhermon fürchtete, dass der Motor sich nicht wieder starten ließe. Den Vormittag nutzten wir, um die Verstrebungen bis auf 100 Fuß Höhe einzubauen sowie Sicherungsmuttern aufzudrehen. Am Samstagnachmittag fuhren wir nach Port-Salut, um uns am Meer von den Anstrengungen des Turmbaus zu erholen. Wir übernachteten dort in einem Hotel.

 

Am Sonntag überraschte uns die Umstellung auf Sommerzeit: Die Handys eines Herstellers hatten sich korrekt umgestellt, andere aber nicht. (Die Zeitdifferenz nach Deutschland beträgt jetzt nur noch 5 Stunden!) Wir besuchten den Gottesdienst in Port-à-Piment. In diesem Ort hatte Andreas seinerzeit Zivildienst gemacht. Im Gottesdienst waren nut wenige Leute anwesend, da außerdem einen Gemeindekonferenz in einer Gemeinde in den Bergen stattfand. Nach einem Mittagessen bei Ehepaar Schaller und Gesprächen machten wir uns auf den Rückweg ins Quartier nach Les Cayes.

 

Am Montag waren wir morgens nicht beim Radio: wir hatten noch genügend Bauteile auf dem Morne Brieux, so dass wir auch den Pickup nicht brauchten. Wegen dem kürzeren Weg und der Zeitumstellung waren wir eher auf dem Morne Brieux: wir haben unseren Zeitplan auch auf Sommerzeit umgestellt. Nach dem Mittagessen wurde es sehr windig. Michael wurde beim Aufdrehen der Sicherungsmuttern in 20 Metern Höhe der Helm vom Kopf geweht. Wir konnten noch ein Rohr der siebten und letzten Etage montieren, danach mussten wir wegen dem Wind („Das ist kein Wind, das ist Sturm!“) vorzeitig abbrechen. Dafür war es noch möglich, zwei Erdungskabel zu vergraben.

 

Von Lhermon haben wir noch nichts zum Keilriemen gehört. Hoffentlich hat er bis morgen einen Keilriemen auftreiben und einbauen können. Wir benötigen den Pickup, um damit die letzten Materialien (Steigleitern und Teile der Kabeltrasse) vom Radio zum Morne Brieux zu transportieren.

Seil vom Besen ;)

Schachten für Erdung

Strand von Port Salut